Der Maulwurf im Herbst

Für alle Schleckermäuler und nostalgischen Eltern

 Buchbesprechung (unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar erhalten)

Hier stelle ich euch ein Buch vor, das ich Raphael unbedingt vorlesen wollte, weil ich den kleinen Maulwurf in meiner Kindheit geliebt habe. Ich verbinde die tschechische Zeichentrickfigur vor allem mit gemütlichen Fernsehzeiten. Meine Eltern haben in meiner Kindheit oft gemeinsam mit mir die „Sendung mit der Maus“ geschaut. In diesem Kontext kam dann immer eine Episode mit dem Maulwurf. 

Wusstet ihr eigentlich dass der kleine Maulwurf schon 1957 vom Prager Zeichner Zdenĕk Miler zum Leben erweckt wurde? Unfassbar. Schon meine Eltern fanden das possierliche Tierchen gut. 1968 wurde die Serie erstmal im Ersten in Deutschland ausgestrahlt. 

Raphael liebt bunte Herbstblätter, die rascheln so schön – auch noch im Januar 😉 Kastanien findet er super, weil man lustige Kastanienmännchen und -tiere daraus basteln kann. Außerdem ist er ein kleines Schleckermäulchen und isst Pflaumen und natürlich auch Kuchen gerne. Daher hat mich das Cover sofort angesprochen. Ich habe beim Leiv Verlag aus Leipzig angefragt, ob ich ein Rezensionsexemplar für meinen Instagram-Blog haben könnte und hatte Glück. Vielen Dank! Ihr habt meinem Sohn damit eine große Freude gemacht und mir natürlich auch.

Um was geht es in dem Buch?

Der Maulwurf und die kleine Meise haben es sich im Maulwurfshügel gemütlich gemacht. Da fällt dem Maulwurf eine Pflaume auf den Kopf. Als er aus dem Maulswurfsbau nach draußen guckt, liegen überall reife Pflaumen herum. Er kommt auf die Idee, Pflaumenmus zu machen. Aber es wird so viel Mus, dass er auch gleich noch Pflaumenmuskuchen backt. Natürlich bekommen auch seine Freunde etwas ab. So bringt das Fallobst Genuss und Geselligkeit in den Wald und zaubert nicht nur den Tieren, sondern auch den Lesern ein Lächeln ins Gesicht.

Meine persönlichen Highlights

  • Gut haltbares Kinderbuch aus Hartpappe in handlichem Format mit 12 Innenseiten. Eventuelle Verunreinigungen durch kleine Kinderhände und auslaufende Trinkgefäße lassen sich gut abwischen. Den ein oder anderen herzhaften Kinderbiss dürfte das Papier auch gut aushalten. Mein Sohn macht das mittlerweile zum Glück nicht mehr. Dafür wirft er die Bücher leider manchmal durch die Gegend. Aber auch das übersteht „Der Maulwurf im Herbst“ sehr gut.
  • Die Zeichnungen sind klar und farbenfroh. Kinderaugen können sie gut erfassen. Meiner Meinung nach ist das Buch zum großen Teil in warmen Herbstfarben (Rot und Braun) gehalten.
  • Die Sprache im Buch ist gewollt einfach. Die Sätze sind kindgerecht kurz. Pro Pappseite gibt es ein bis zwei Sätze unter den Bildern. Die wörtliche Rede von Maulwurf und Meise lässt sich mit verstellter Stimme sehr gut vorlesen. Dieses „Rollenspiel“ empfehle ich euch. Mein Sohn hatte dabei viel Spaß. Das macht das Vorleseerlebnis gleich noch viel spannender!
  • Die Social Media Managerin des Verlags ist total auf Zack und hat meine Anfragen sogar am Sonntag Abend um 22 Uhr beantwortet. Daher habe ich jetzt Insiderinformationen für euch und kann euch sagen, dass der Leiv Kinderbuchverlag 1991 gegründet wurde und der Titel in diesem Jahr voraussichtlich neu gedruckt wird. 
  • Ich bin über folgende Formulierung im Buch gestolpert: „Wir kochen Pflaumenmus, der wird uns schmecken“. Als süddeutsches Pflänzchen war ich über den Artikel „der“ irritiert. Ich kenne nur „das“ Mus. Geht euch das auch so? Laut Duden, sind beide Artikel in Verwendung. Der Verlag prüft jetzt, ob meine Anregung in der Neuauflage eventuell umgesetzt wird. Das nenne ich kundennah!

Raphaels Fazit

„Hm, Kuchen! Bekomme ich auch was?“ Danach hat Raphael so getan, als könnte er die kleinen gemalten Küchlein essen. Natürlich habe auch ich etwas abbekommen 🙂 Außerdem hat er fast alle Tiere mit den Muskuchen „gefüttert“. Bei der Wespe war er sich nicht sicher…

„Die Pflaumen mit den Würmern zähle ich aber nicht!“ Diese Antwort kam, als ich ihn dazu aufgefordert habe, die heruntergefallenen Pflaumen auf den Seiten zu zählen. 

„Mama, sind Pflaumen Zwetschgen?“ Bei dieser Frage kam ich dann wirklich ins Grübeln. Hättet ihr es gewusst? Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume. Die Form von Zwetschen und Pflaumen unterscheidet sich. Pflaumen sind rundlicher. Das ist im Buch auch richtig gezeichnet.

Mein Fazit

Der Maulwurf im Herbst ist eine schöne Geschichte passend zur Jahreszeit. Das Buch eignet sich auch wunderbar als kleines Mitbringsel mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Eltern aus meiner Generation dürften sich mindestens genauso sehr wie ihre Kinder darüber freuen. Es gibt übrigens auch Titel zu den drei anderen Jahreszeiten: Der Maulwurf im Frühling, Der Maulwurf im Sommer und der Maulwurf im Winter. Zudem gibt es der Maulwurf und die Monate. 

Meine Bewertung im Überblick

Gestaltung: ★★★★
Sprache: ★★★★
Haltbarkeit: ★★★★
Kategorie Raphael: Leckerschmecker
Vorlesezeit: ca. 4:30 Minuten
Preis: 5,95 Euro
Größe: 18 x 18 cm
Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Bibliographische Angaben:
Hana Doskočilová (Autorin), Zdeněk und Kateřina Miler (Illustratoren): Der Maulwurf im Herbst. Leipzig: Leiv Kinderbuchverlag GmbH. Auflage: 3 (2012), S. 14. ISBN: 978-3-89603-289-8.

Findet ihr das Buch spannend? 
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Kennt ihr ein leckeres Kinderrezept mit Pflaumen? Schreibt das doch in meinen Kommentar. Ich würde mich freuen und koche/backe gerne nach.

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Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr

Hilfreiches Buch beim Sauberwerden: Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr

Buchbesprechung (unbezahlte Werbung)

Eltern wickeln ihre Kinder im Schnitt rund 6.000 mal bis sie trocken sind. Die meisten Kindern schaffen den Gang zum Töpfchen nachdem sie 2 1/2 Jahre werden, meint zumindest die Zeitschrift ELTERN. Mein Sohn Raphael geht demnächst in den Kindergarten und ist noch nicht trocken. Irgendwie stört ihn die volle Windel nicht. Bei vielen Kindergärten wird erwartet, dass die Kleinen sauber sind.  Bei unserem zum Glück nicht, was Raphael und mir noch etwas Zeit verschafft.

Insgeheim hoffe ich, dass sich das Sauberwerden von alleine ergibt, wenn Raphael die größeren Kinder beobachtet und sieht, welche Vorteile es hat, keine Windel mehr zu tragen. Diesen Erkenntnisprozess versuche ich mit dem Buch von Hermine Stellmacher zu unterstützen. 

Mir macht das Spaß, Raphael auch. Wenn ich ihm anbiete Moritz vorzulesen, kann ich ihn fast immer dazu bewegen, sich aufs Töpfchen zu setzen.

Um was geht es in dem Buch?

Hauptfigur ist der kleine Hase Moritz Moppelpo. Er ist bekennender Windelträger und sieht keine Veranlassung, aufs Töpfchen zu gehen. Das ist ihm alles zu kompliziert. Er ist frustriert, wenn er auf dem Topf sitzt und nichts passiert. Da hilft auch das gute Zureden seiner Mutter nichts. Seine tierischen Freunde haben es allerdings schon geschafft. Das Dachsmädchen Lene schafft es schließlich ihn zu motivieren. Gemeinsam besuchen sie die Freunde und lernen deren Töpfchenrituale kennen. Am Ende sieht Moritz ein: Es hat durchaus Vorteile sauber zu sein. Denn ohne Windel kann man beispielsweise viel schneller rennen.

Meine persönlichen Highlights

  • Coole Klappen sorgen für Spannung und Interaktion:
    Das Buch ist ein Spielbilderbuch mit vielen Klappen. Die dahinter versteckten Zeichnungen sorgen dafür, dass das Buch länger interessant bleibt. Es sind tatsächlich 13 Klappen. Ich habe nachgezählt. Die Klappen sind übrigens nach häufigem Gebrauch immer noch intakt. Das verwendete Papier ist schön dick. Die 14 Buchseiten sind übrigens aus starkem Karton und mit einem feuchten Tuch gut zu reinigen. 
  • Die Zeichnungen von Hermine Stellmacher sind im Comic-Stil und schön klar. Die Farben sind kräftig und ansprechend bunt.
  • Der Text im Buch reimt sich nicht, ist aber gut erzählt mit viel wörtlicher Rede. Die Sätze sind kinderleicht einfach und sehr gut verständlich. 

Raphaels Fazit

„Mama, warum läuft Moritz mit voller Windel langsamer als das Dachsmädchen?“
„Mama, da ist ja Kacka im Töpfchen – das stinkt doch oder?“
„Hat Moritz jetzt eine Unterhose, Mama? Bekomme ich auch eine Unterhose?“
„Oh, ist da noch eine Klappe? Was ist dahinter?“

Meine Bewertung im Überblick

Gestaltung: ★★★★
Sprache: ★★★★
Haltbarkeit: ★★★★
Kategorie Raphael: Ich lerne etwas Neues!
Vorlesezeit: ca. 4 Minuten (Klappenöffnen und erklären verlängert beliebig;)
Preis: 7,99 Euro
Größe: 20 x 23 cm
Altersempfehlung: 24 Monate – 4 Jahre

Bibliographische Angaben:
Hermien Stellmacher: Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr. Ein Spielbuch mit vielen Klappen. München: arsEdition; Auflage: 23. (1. Juni 2010), S. 14, ISBN: 978-3760773858

Findet ihr das Buch spannend? 
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Wie geht ihr das Thema TöpfchenTraining an? Und was hat euch dabei geholfen? 

Wieviel wisst ihr zum Thema Sauber werden? 
Hier geht es zu einem interessanten Quizz von eltern.de.

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